Dringlichkeitsantrag mit Resolution zur Forderung der Bejagung des Wolfes vom Kreistag abgelehnt


Dringlichkeitsantrag mit Resolution zur Forderung der Bejagung des Wolfes vom Kreistag abgelehnt
Mehrheit des Kreistages spielt auf Zeit

Zur gestrigen Kreistagssitzung hat die AfD-Fraktion ihren Resolutionsantrag zur Forderung der Bejagung des Wolfes mit zwei Tagen Vorlauf als Dringlichkeitsantrag eingebracht (siehe Anhang). Dies ist laut Gesch�ftsordnung des Kreistages legitim. In der dann erfolgten Abstimmung �ber die Dringlichkeit des Antrages stimmten die Abgeordneten der AfD sowie ein weiterer Abgeordneter f�r die Dringlichkeit des Antrages, alle anderen Abgeordneten dagegen.

Dazu Alfred Dannenberg (AfD), der Urheber des Resolutionsantrages:

�In der absolut dr�ngenden Wolfsproblematik spielen Kreistag und Kreisverwaltung im Gleichklang mit der Landesregierung auf Zeit!

Eine Resolution ist eine einfache Willensbekundung. Sie bedarf keines Verwaltungsvorlaufes. Sie auszusprechen kostet kein Geld. Die gew�hlten Abgeordneten unseres Kreisparlamentes sind ihrem Gewissen verpflichtet und haben selbstverst�ndlich jederzeit das Recht, eine Willensbekundung mit der Forderung nach einem Beginn der Bejagung von W�lfen zu verabschieden.

Es ist sehr bedauerlich, dass die anderen Abgeordneten sich ihren Schneid haben abkaufen lassen und die Gelegenheit nicht genutzt haben, ein sofortiges Zeichen zu setzen: Dass es mit den �bergriffen und bedrohlichen Ann�herungen von W�lfen hier im Heidekreis so nicht weiter gehen kann!

Damit unterst�tzen sie und insbesondere CDU und FDP vor Ort das unverantwortliche Spiel auf Zeit, das auch die rotgr�ne Landesregierung betreibt: Sie ignorieren das dringende Erfordernis des Eintritts in eine Bejagung des Wolfes. Derweil wird die Bedrohung von Mensch und Tier durch W�lfe immer gr��er.�

Kreistagsresolution zur Bejagung des Wolfes

Kein einziger nieders�chsischer Zirkus geht aktuell noch mit sogenannten exotischen Tieren auf Tour

�Null! Kein einziger nieders�chsischer Zirkus geht aktuell noch mit sogenannten exotischen Tieren auf Tour�

Rede von Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Nieders�chsischen Landtag zum
Antrag der Fraktion von SPD und Gr�nen �Keine Exoten in Zirkussen � Tierhaltung und -transportbedingungen weiter verbessern�

(Drucksache 19/532)

ES GILT DAS GESPROCHENE WORT

Frau Pr�sidentin , meine Damen und Herren!

Zauberer arbeiten mit Illusionen. Insofern ist dieser Antrag vermutlich von einem Zauberer verfasst worden. Denn Illusion kommt von dem lateinischen Wort �illusio� und bedeutet T�uschung! T�uschung kann auch Selbstt�uschung sein! Haben Sie sich eigentlich mal erkundigt, wie viele nieders�chsische Zirkusse es aktuell noch gibt, die mit den sogenannten exotischen Tieren auf Tour gehen?� NULL. KEIN EINZIGER!

Und wenn man den Blick auf ganz Deutschland aufweitet, sieht die Lage wie folgt aus: Giraffen, B�ren und Affen: Hat kein einziger Zirkus mehr!

Elefanten: Ebenfalls kein gro�es Problem! Nur noch wenige gro�e Zirkusse wie Krone, Renz und William haben sie noch! Aber auf�Tour gehen sie mit ihnen�nicht�mehr! Sich neue Elefanten zulegen? Das macht schon lange kein Zirkus mehr!�Deutschlands j�ngster Zirkuselefant ist deutlich �lter als der j�ngste Abgeordnete hier im Haus: 34 Jahre. Und der �lteste 60. Und wie gesagt: Sie reisen schon lange nicht mehr herum!

L�wen und Tiger: Nur zwei Zirkusse nehmen sie noch mit auf Tour: Zirkus Krone und Zirkus William. In Summe 20 bis 30 Tiere. Mehr nicht. Und auch das sind keine Wildtiere, sondern selbst gez�chtete, also domestizierte Gro�katzen. Unter Menschen sozialisiert. Schon lange wird kein exotisches Tier mehr in der Wildnis f�r deutsche Zirkusse gefangen! Insofern ist auch der von Ihnen erwartete R�ckgang illegaler Wilderei in diesem Zusammenhang nur eine ��Illusion!

Flusspferde: Sie haben in Ihrem Antrag f�lschlicherweise den Plural verwendet. Denn der Gesamtbestand in deutschen Zirkussen betr�gt exakt eines! Es hei�t Yedi. Yedi lebt im Zirkus Voyage. Yedi geht dieses Jahr�auch nicht�mit auf Tour, sondern befindet sich gut umsorgt im Stammquartier in der N�he von Leipzig. Angesichts dieser Faktenlage schmilzt das Ansinnen Ihres Antrages hinweg wie eine Kugel Eis in der Sonne.�Ihr Antrag ist weitgehend gegenstandslos!

So, und nun verrate ich Ihnen, woher ich diese ganzen Informationen habe: Ich habe etwas getan, was die Urheber dieses Antrages offenbar�nicht getan haben, denn sonst h�tten sie ihn wohl kaum so gestellt. Ich habe mir die Infos aus erster Hand geholt. Ich habe am Wochenende eine Zirkus-Familie besucht. Die haben mir Kaffee angeboten und wir sa�en alle in der K�che beisammen. Man hat mir in aller Ruhe erz�hlt, wie es wirklich zugeht. Und eines sage ich Ihnen: Die ganze Familie, das sind Zirkusleute in der 8. Generation! Die wissen, wovon sie reden, die lieben ihre Tiere!

Nur leider hat diese Familie Angst um ihre Zukunft. Seit L�ngerem nehmen Anfeindungen gegen�ber Zirkusbetreibern zu. St�dte und Gemeinden gew�hren ihnen oft schon keinen Platz zum Gastieren mehr.�Und jetzt muss diese Familie auch noch Angst vor�Ihnen�haben! Ich habe dann noch mit einem weiteren Zirkus telefoniert. Und mit Herrn Huppertz, er ist der Vorsitzende des Verbandes deutscher Circusunternehmen.�Solche Kontaktaufnahmen kann ich Ihnen nur dringend empfehlen! Da ist man nah am Menschen, im realen Leben, und es kommen nicht so weltfremde Antr�ge dabei heraus wie Ihrer!

Was Ihnen n�mlich fehlt, ist die originale Begegnung. Und was Ihnen an Kenntnis �ber die reale Welt mangelt, wollen Sie mit Ideologie und Aktionismus kompensieren. Auch insofern ein typisch linksgr�ner Antrag. Und noch eine Fehlannahme steckt in Ihrem Papier: Dass Zirkustiere angeblich ein schlechteres Leben h�tten als Zootiere. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein Zirkustier hat mehr Abwechslung und mehr Anreize. Es langweilt sich weniger und wird physisch wie psychisch viel mehr gefordert! Denn die Zirkusleute besch�ftigen sich intensiv mit ihm.

Eng und vertrauensvoll.� Eine Reihe von Zirkussen betreiben eigene Gnadenh�fe f�r ihre alt gewordenen Tiere,�so sehr�liegen sie Ihnen am Herzen.

In Ihrem Antrag bringen Sie ganz allgemein ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen ins Spiel. Aber sind das �berhaupt noch Wildtiere? Die Familie, die ich besucht habe, hat in ihrem Zirkus Lamas und Dromedare. Domestizierte Tiere. Wollen Sie die jetzt auch �canceln�? Und wo endet das Ganze?�Was ist mit dem Reitsport und Pferde-Auff�hrungen?�Der Haustierhaltung?�Dem Wellensittich und der Falknerei?

Und dem Hund, den ich im Auto mitnehme?�Und f�r die Zoos wird das Eis dann auch immer d�nner� Man k�nnte bef�rchten: All das wollen Sie am liebsten auch verbieten. Diese Tiere geh�ren aber zu unserer gewachsenen Kultur. Und wenn man es richtig macht, auch zum Zirkus.

Wenn Sie wirklich etwas f�r den Tierschutz tun wollen, dann verrate ich Ihnen einen riesigen Missstand. Das ist mitten hier in Niedersachsen.

Tiere werden in St�cke gerissen und bei lebendigem Leibe angefressen und ausgeweidet!�Unfassbar gro�es Leid, angerichtet vom Wolf. Mit�Ihrer�Duldung! Die Beihelfer hei�en SPD und Gr�ne! In den ersten sieben Wochen dieses Jahres waren es laut Rissliste schon 228 get�tete, verletzte oder verschollene Weidetiere!�Und Sie gr�nden dazu einen Gespr�chskreis!

Man muss sich das mal vorstellen: Jedes einzelne dieser gerissenen Weidetiere lag seinem Halter genauso am Herzen wie den Zirkusleuten ihre Tiere!�Und sie gr�nden einen Gespr�chskreis. Wissen Sie, was Sinn machen w�rde? Ein Gespr�chskreis mit Zirkusleuten. Und beim Wolf endlich ein aktives Management! Damit t�ten Sie etwas f�r das Tierwohl!

Vielen Dank!