�Null! Kein einziger nieders�chsischer Zirkus geht aktuell noch mit sogenannten exotischen Tieren auf Tour�
Rede von Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Nieders�chsischen Landtag zum
Antrag der Fraktion von SPD und Gr�nen �Keine Exoten in Zirkussen � Tierhaltung und -transportbedingungen weiter verbessern�
(Drucksache 19/532)
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ES GILT DAS GESPROCHENE WORT
Frau Pr�sidentin , meine Damen und Herren!
Zauberer arbeiten mit Illusionen. Insofern ist dieser Antrag vermutlich von einem Zauberer verfasst worden. Denn Illusion kommt von dem lateinischen Wort �illusio� und bedeutet T�uschung! T�uschung kann auch Selbstt�uschung sein! Haben Sie sich eigentlich mal erkundigt, wie viele nieders�chsische Zirkusse es aktuell noch gibt, die mit den sogenannten exotischen Tieren auf Tour gehen?� NULL. KEIN EINZIGER!
Und wenn man den Blick auf ganz Deutschland aufweitet, sieht die Lage wie folgt aus: Giraffen, B�ren und Affen: Hat kein einziger Zirkus mehr!
Elefanten: Ebenfalls kein gro�es Problem! Nur noch wenige gro�e Zirkusse wie Krone, Renz und William haben sie noch! Aber auf�Tour gehen sie mit ihnen�nicht�mehr! Sich neue Elefanten zulegen? Das macht schon lange kein Zirkus mehr!�Deutschlands j�ngster Zirkuselefant ist deutlich �lter als der j�ngste Abgeordnete hier im Haus: 34 Jahre. Und der �lteste 60. Und wie gesagt: Sie reisen schon lange nicht mehr herum!
L�wen und Tiger: Nur zwei Zirkusse nehmen sie noch mit auf Tour: Zirkus Krone und Zirkus William. In Summe 20 bis 30 Tiere. Mehr nicht. Und auch das sind keine Wildtiere, sondern selbst gez�chtete, also domestizierte Gro�katzen. Unter Menschen sozialisiert. Schon lange wird kein exotisches Tier mehr in der Wildnis f�r deutsche Zirkusse gefangen! Insofern ist auch der von Ihnen erwartete R�ckgang illegaler Wilderei in diesem Zusammenhang nur eine ��Illusion!
Flusspferde: Sie haben in Ihrem Antrag f�lschlicherweise den Plural verwendet. Denn der Gesamtbestand in deutschen Zirkussen betr�gt exakt eines! Es hei�t Yedi. Yedi lebt im Zirkus Voyage. Yedi geht dieses Jahr�auch nicht�mit auf Tour, sondern befindet sich gut umsorgt im Stammquartier in der N�he von Leipzig. Angesichts dieser Faktenlage schmilzt das Ansinnen Ihres Antrages hinweg wie eine Kugel Eis in der Sonne.�Ihr Antrag ist weitgehend gegenstandslos!
So, und nun verrate ich Ihnen, woher ich diese ganzen Informationen habe: Ich habe etwas getan, was die Urheber dieses Antrages offenbar�nicht getan haben, denn sonst h�tten sie ihn wohl kaum so gestellt. Ich habe mir die Infos aus erster Hand geholt. Ich habe am Wochenende eine Zirkus-Familie besucht. Die haben mir Kaffee angeboten und wir sa�en alle in der K�che beisammen. Man hat mir in aller Ruhe erz�hlt, wie es wirklich zugeht. Und eines sage ich Ihnen: Die ganze Familie, das sind Zirkusleute in der 8. Generation! Die wissen, wovon sie reden, die lieben ihre Tiere!
Nur leider hat diese Familie Angst um ihre Zukunft. Seit L�ngerem nehmen Anfeindungen gegen�ber Zirkusbetreibern zu. St�dte und Gemeinden gew�hren ihnen oft schon keinen Platz zum Gastieren mehr.�Und jetzt muss diese Familie auch noch Angst vor�Ihnen�haben! Ich habe dann noch mit einem weiteren Zirkus telefoniert. Und mit Herrn Huppertz, er ist der Vorsitzende des Verbandes deutscher Circusunternehmen.�Solche Kontaktaufnahmen kann ich Ihnen nur dringend empfehlen! Da ist man nah am Menschen, im realen Leben, und es kommen nicht so weltfremde Antr�ge dabei heraus wie Ihrer!
Was Ihnen n�mlich fehlt, ist die originale Begegnung. Und was Ihnen an Kenntnis �ber die reale Welt mangelt, wollen Sie mit Ideologie und Aktionismus kompensieren. Auch insofern ein typisch linksgr�ner Antrag. Und noch eine Fehlannahme steckt in Ihrem Papier: Dass Zirkustiere angeblich ein schlechteres Leben h�tten als Zootiere. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein Zirkustier hat mehr Abwechslung und mehr Anreize. Es langweilt sich weniger und wird physisch wie psychisch viel mehr gefordert! Denn die Zirkusleute besch�ftigen sich intensiv mit ihm.
Eng und vertrauensvoll.� Eine Reihe von Zirkussen betreiben eigene Gnadenh�fe f�r ihre alt gewordenen Tiere,�so sehr�liegen sie Ihnen am Herzen.
In Ihrem Antrag bringen Sie ganz allgemein ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen ins Spiel. Aber sind das �berhaupt noch Wildtiere? Die Familie, die ich besucht habe, hat in ihrem Zirkus Lamas und Dromedare. Domestizierte Tiere. Wollen Sie die jetzt auch �canceln�? Und wo endet das Ganze?�Was ist mit dem Reitsport und Pferde-Auff�hrungen?�Der Haustierhaltung?�Dem Wellensittich und der Falknerei?
Und dem Hund, den ich im Auto mitnehme?�Und f�r die Zoos wird das Eis dann auch immer d�nner� Man k�nnte bef�rchten: All das wollen Sie am liebsten auch verbieten. Diese Tiere geh�ren aber zu unserer gewachsenen Kultur. Und wenn man es richtig macht, auch zum Zirkus.
Wenn Sie wirklich etwas f�r den Tierschutz tun wollen, dann verrate ich Ihnen einen riesigen Missstand. Das ist mitten hier in Niedersachsen.
Tiere werden in St�cke gerissen und bei lebendigem Leibe angefressen und ausgeweidet!�Unfassbar gro�es Leid, angerichtet vom Wolf. Mit�Ihrer�Duldung! Die Beihelfer hei�en SPD und Gr�ne! In den ersten sieben Wochen dieses Jahres waren es laut Rissliste schon 228 get�tete, verletzte oder verschollene Weidetiere!�Und Sie gr�nden dazu einen Gespr�chskreis!
Man muss sich das mal vorstellen: Jedes einzelne dieser gerissenen Weidetiere lag seinem Halter genauso am Herzen wie den Zirkusleuten ihre Tiere!�Und sie gr�nden einen Gespr�chskreis. Wissen Sie, was Sinn machen w�rde? Ein Gespr�chskreis mit Zirkusleuten. Und beim Wolf endlich ein aktives Management! Damit t�ten Sie etwas f�r das Tierwohl!
Vielen Dank!