An die Redaktionsleitung der Walsroder Zeitung Lange Straße 14 | 29664 Walsrode
Betreff: Ihre Newsletter-Glosse vom 5. September 2026 – Einwurf zur lokalen DebattenkulturSehr geehrte Damen und Herren der Redaktion, sehr geehrter Herr Reinbold,mit Interesse, aber auch mit spürbarer Befremdung haben wir Ihren jüngsten Newsletter gelesen. Sie beschreiben darin engagiert die mediale Begleitung des Wahlkampfs und betonen den Anspruch, Leserinnen und Lesern eine sachgerechte Meinungsbildung zu ermöglichen. Umso bedauerlicher ist es, wenn in der zweiten Hälfte Ihres Beitrags die sachliche Ebene verlassen wird und persönliche Bedenken gegenüber AfD-Wählern die Berichterstattung überlagern.Als AfD-Kreisverband Heidekreis möchten wir Ihnen hierzu gerne direkt und in aller Klarheit antworten:
1. Wir sind Nachbarn und Bürger aus der Mitte der GesellschaftIm AfD-Kreisverband Heidekreis engagieren sich keine verdeckten Ideologen, sondern fest in unserer Heimat verankerte Menschen. Unsere Mitglieder und Kandidaten kommen aus allen sozialen und beruflichen Schichten – sie bringen hohe berufliche Qualifikation und Lebenserfahrung mit. Sie sind als Nachbarn, Arbeitskollegen oder Ehrenamtliche in Freiwilligen Feuerwehren, Sportvereinen und lokalen Initiativen aktiv. Unsere Freundeskreise sind über Jahre gewachsen und erstrecken sich naturgemäß weit über Parteigrenzen hinweg.
2. Keine Ideologie, sondern pragmatische Politik vor der Haustür Bei unserer Arbeit im Heidekreis findet keine politische Indoktrination statt. Uns geht es nicht um theoretische Systemdebatten, sondern um konkrete Verbesserungen der Lebenssituation aller Menschen in unserer Region – völlig unabhängig von Geschlecht oder Identität. Wer hier lebt, spürt tagtäglich, wohin die bisherige Politik geführt hat. Selbst nach über 50 Jahren wird im Heidekreis immer noch in alten Schablonen von „Nord-“ und „Südkreis“ gedacht, anstatt die Region endlich als starke Einheit zu entwickeln. Genau hier setzen wir an.
3. Regelkonformes Zusammenleben als Grundlage Wir stehen für ein respektvolles und friedliches Miteinander. Gleichzeitig erwarten wir jedoch von allen Menschen, die in unserem Land leben, dass sie sich an die geltenden Gesetze und Regeln halten und ihren Beitrag zur Integration und Gemeinschaft leisten. Das ist keine Spaltung, sondern die Grundvoraussetzung für jeden funktionierenden Staat.
4. Für einen fairen Dialog ohne Schubladendenken Ihre pauschale Sorge, dass Bürger mit der Wahl der AfD Grenzen des Sagbaren verschieben würden, greift zu kurz und wird den Menschen vor Ort nicht gerecht. Die Wähler im Heidekreis treffen ihre Entscheidung sehr bewusst aus Sorge um die Zukunft ihrer Heimat. Wer Bürger pauschal stigmatisiert, weil sie eine konservative Alternative wählen, baut Hürden auf, wo Dialog nötig wäre. Hetze und Ausgrenzung dürfen in einer fairen Medienlandschaft keinen Platz haben.Wir schätzen die Arbeit Ihrer Redaktion bei Podiumsdiskussionen und der lokalen Berichterstattung. Gerade deshalb wünschen wir uns für die verbleibende Woche vor der Wahl einen Journalismus, der den Wählerinnen und Wählern auf Augenhöhe begegnet und sachliche Inhalte in den Vordergrund stellt.Es würde uns freuen, wenn diese Mail es in die WZ schafft, allerdings nur unverändert.

